Bevor wir uns für eine Idee entscheiden brauchen wir ein bisschen Auswahl. Vielleicht hast du bereits einen Kopf voller Ideen. Oder du hast noch gar keine Idee. Oder du hast eine ganz bestimmte Idee im Hinterkopf – ganz egal. Zuerst geht’s darum „breit“ zu denken.

Wir suchen nach Dingen die du bereits kannst und die dir Spaß machen.Also verschaffen wir uns erst mal einen Überblick über deine Fähigkeiten, dein Wissen, etc. – hier sind 4 Brainstorming Fragen die dich ins Grübeln bringen sollten:

 

 

Brainstorming: Die 4 Fragen

  1. Was sind Fähigkeiten die du dir angeeignet hast? (z.B. Blogartikel schreiben, Zeichnen, oder Emails verfassen)
  2. Frag deine Freunde: Was sind Dinge die du gut kannst? Was fällt dir leicht und sie finden es schwer? 
  1. Welches Wissen hast du dir bereits angesammelt? (z.B. die deutsche Geschichte von 1815-1907)
  1. Was sind Hindernisse die du überwunden hast? (z.B. chronische Rückenschmerzen, Übergewicht)

 

 

Stell deinen inneren Kritiker ab

Schreib einfach alles auf was dir einfällt. Du würdest dich wundern wofür andere Leute viel Geld ausgeben, die dir kinderleicht fallen.

Bestes Beispiel: Wenn du das hier liest wirst du wahrscheinlich ganz gut deutsch sprechen können – denk mal drüber nach:

Gibt es Leute die dafür bezahlen würden, deutsch sprechen zu können? Darauf kannst du wetten. Das ist natürlich noch keine komplette Idee, aber darum geht’s hier auch noch nicht.

Schreib dir jetzt mindestens 20 Stichpunkte auf (Zeit 30 Minuten).

 

 

„Scratch your own itch“

Oder auf deutsch: „Kratz deinen eigenen Juckreiz“ – übersetzt:

Du machst ein Produkt oder erstellst eine Dienstleistung, die du dir gerne gewünscht hättest. 

Du bist dein eigener Kunde. Somit hast du einen garantierten Käufer. Du löst dein eigenes Problem. Und vor allem du löst ein echtes Problem.

Viele Ideen und Unternehmen scheitern daran, dass sie keine echten Probleme lösen. Sie kennen ihre Zielgruppe nicht wirklich und spekulieren nur darauf was für Probleme sie haben, wie man ihnen helfen könnte und welche Lösung sie wollen.

 

Merksatz: Deine Idee muss ein Problem lösen, oder jemanden das Leben leichter machen.

Wenn du mit einem Produkt oder einer Dienstleistung dein eigenes Problem löst, weißt du von Anfang an was gut und was schlecht ist.

Und dieses Wissen wirst du auch brauchen. Wenn du erst Mal loslegst stehst du jeden Tag vor Hunderten winzig kleinen Entscheidungen. Soll das Kapitel noch ins E-Book? Braucht mein Fitnessstudio Gummimatten für den Fußboden? Wie soll die Website aussehen?

 

Wenn du deinen Kunden nicht richtig kennst, stocherst du wortwörtlich im Dunkeln. Wenn du selbst der Kunde bist bringst du Licht in die Dunkelheit.

Du weißt genau was dich anspricht. Du weißt welche „Features“ dein Produkt haben muss und du weißt welche Marketing Strategie wahrscheinlich funktioniert.

Und was noch dazu kommt: Du garantierst quasi, dass dir die Sache Spaß macht. Du kennst das Problem und es ist dir wichtig, dass das Problem gelöst wird.

 

 

Wo ist der Haken?

Du bist auf eine bestimmte Zielgruppe beschränkt. Wenn du 17 bist und 17-jährigen dabei helfen willst sich selbst zu finden, dann wirst du es schwer haben die Miete allein zu zahlen. Einfach weil 17-jährige nicht so kaufkräftig sind wie andere Zielgruppen.

Und wenn du dann eine andere Zielgruppe ansprechen willst stocherst du wieder im Dunkeln. Die Lösung? Ausführliche Marktforschung. Dazu aber später mehr.

Aber grade wenn du noch nicht viel Erfahrung als Unternehmer hast ist „scratch your own itch“ ein schneller und einfacher Einstiegspunkt.

 



Extra Inspiration?

 

Hier sind 17 Internet Geschäftsideen die garantiert funktionieren bzw. schon funktioniert haben.

17 Internet Geschäftsideen

Wir haben die Geschäftsmodelle und Ideen einiger der erfolgreichsten Online Unternehmer der Welt sowie meiner Unternehmer Bekannten aufgelistet und auseinandergenommen.

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Geschäftsidee finden Schritt 2: Die Nachfrage Matrix

Hättest du doch mal BWL studiert…

Kleiner Spaß. Im zweiten Schritt geht’s darum deine Ideen zu organisieren. Du blickst aus der Vogelperspektive auf deine Ideen. So kannst du schon grob abschätzen wie schwer die Umsetzung wird und was deine weitere Strategie sein wird.

Versuche jetzt deine ersten Stichpunkte auf der Grafik unten einzuordnen. Wenn du dir nicht zu 100% sicher bist wo deine Idee hingehört, ist das kein Problem – es geht nur darum deine ersten Gedanken zu organisieren und nicht darum eine endgültige Entscheidung zu treffen:

 

Geschäftsidee einordnen
Die Preis/Nachfrage Matrix

 

 

Erklärung:

  1. High End: Hoher Preis, wenige Kunden. Beispiel: Ein Lamborghini Aventador, handgefertigte Anzugschuhe, persönliche Beratung.
  2. Die goldene Gans: Hoher Preis, viel Kunden. Beispiel: Ein Online Kurs über Social Skills, Nike Airmax.
  3. Arbeit der Liebe wegen: Niedriger Preis, wenige Kunden: Schuhe putzen.
  4. Massenmarkt: Niedriger Preis, viele Kunden. Beispiel: Eigener YouTube Channel der von Werbeanzeigen lebt, Bleistifte.

 

Wenn du dich später für eine einzige Idee entscheidest gibt es kein richtig oder falsch. Du kannst jeder deiner Ideen hinterherjagen. Die verschiedenen Quadranten erfordern allerdings verschiedene Herangehensweisen und sind verschieden profitabel. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass „Die goldene Gans“ und der „High End“-Bereich meistens die leichtere Wahl sind.

 

 

Geschäftsidee finden Schritt 3: Entscheide dich für eine RICHTUNG

Du musst dich noch nicht für eine einzige Idee entscheiden. Beschränke dich jetzt aber auf eine Richtung. Viele deiner Ideen werden wahrscheinlich in ein bestimmtes thematisches Muster passen.

Entscheide dich jetzt für einen Bereich in den du mehr Zeit investieren willst.

„Creativity comes from constraint“ – Biz Stone, Mitgründer von Twitter
Oder auf deutsch: Einschränkung erhöht die Kreativität. Wenn du dich auf einen bestimmten Themenbereich beschränkst und eine erste Entscheidung triffst machst du einen Schritt vorwärts.

 

Bestes Beispiel: William Shakespeare

Der gute William gilt nicht umsonst als der bedeutendste Schriftsteller der Welt. Alle seine Werke sind im jambischen Pentameter geschrieben. Was das genau heißt wird dich eh nicht interessieren… soviel sei aber gesagt: Es ist eine enorme Einschränkung. Und trotzdem hat er es geschafft ein paar der erinnerungswürdigsten Zeilen der Geschichte zu schreiben… Not macht erfinderisch. 

Also entscheide dich jetzt für einen Bereich in den du mehr Zeit investieren willst und vergiss die anderen Bereiche für die nächsten Wochen.

 

 

Fang an

Wir haben alle einen Kumpel der da so eine Idee hatte…

„Ich hatte die Idee für Instagram. Wenn ich nur angefangen hätte wäre ich jetzt Milliardär.“

Das ist #*$‘?§-„%. Wir wissen alle, dass die Idee nichts mit der Umsetzung zu tun hat. Was zählt sind Taten und nicht Fantasien. Und die meisten von ihnen haben noch so eine Idee im Petto – wir nennen es…

 

 

Das „unbezahlbare Idee“ – Phänomen

Immer wieder haben wir es mit Leuten zu tun die irgendwie nicht wirklich mit ihrer Idee rausrücken wollen… Sie sagen dann Dinge wie:

 

„Also ich kann dir nicht genau sagen was meine Idee ist, aber es hat was mit YouTube zu tun.“

 

Wenn du wirklich denkst, dass deine Idee so wertvoll ist dann versuch doch mal sie wem anders zu verkaufen…

Es kommt allein auf die Umsetzung an. Du brauchst keinen Businessplan, keine Servietten mit dem Logo deines Unternehmens drauf und auch kein Corporate Design.

Alles was du für den Anfang brauchst ist eine profitable Idee, eine Portion Selbstbewusstsein und einen Tritt in den Arsch.

 

Fazit

Ist dir was aufgefallen? Wir sind von „breit“ nach „spitz“ gegangen. Zuerst haben wir alle Gedanken gesammelt und dann Schritt für Schritt mehr Ordnung geschaffen und die Auswahl eingeschränkt.

Der erste Schritt ist also gemacht. Im nächsten Schritt wird es noch konkreter. Wir schauen uns an was deine Ideen wirklich wert sind und wir finden die ersten zahlenden Kunden.